Wurzeln zwischen Rissen
Die Zeit atmet zwischen ausgefallenen Gleisen, Samen versteckt im Beton.
Die Erinnerung säet eine winzige Wurzel, die sich in den Riss bohrt.
Stille Stimmen machen daraus Lebenssaft zwischen zerbrochenen Fliesen.
Die kalte Luft trägt einen Duft von Regen, der erinnert.
Die Risse werden Karten, die zeigen, wohin man zurückkehren muss.
Jede Wurzel entrollt ein Gesicht, einen Namen, eine Berührung der Zeit.
Das Neon flackert, und das Licht wird Sonne in der Dunkelheit.
Der ferne Lärm ist Erinnerung, die in einem Regentropfen atmet.
Die Station, verlassen, schläft nicht ein, sie erwacht im Rhythmus der Wurzeln.
Auf dem kalten Eisen wächst ein kleiner Wald aus Erinnerungen.
Die Gleise erzählen Geschichten denen, die sie mit Zehenspitzen lauschen.
Und so säet die Erinnerung, bis die Nacht zum Tag wird.