Der frische Abdruck des Wolkenschattens
Jeder Schatten der Wolke, ein Atem von Segel,
gleitet stumm über die Äcker vom Korn,
ein flüchtiger Schleier, eine Geschichte, die vernebelt,
sein flüchtiges Band, die Hand, die vergeblich
nachgreift. Ein Kuss aus Dunkelheit,
der tanzt im Augenblick, ohne jede Zögerung.
Doch unter diesem Mantel atmet die Erde
eine kühle Feinheit, eine Pause von der Sonne.
Es ist ein Tonfallverlust, eine stumme Muschel,
die die Stille empfängt, die intimen Violetten
eines frischen Augenblicks. Der Stein nimmt auf
den Traum des Himmels, der ihn kurz absorbiert.
Dann kehrt die Sonne zurück, das Fleck verliert sich,
verschwindet im Blau, ohne Spuren zu hinterlassen.
Doch das Gras, der Felsen, der Moos, was sich entwickelt,
bewahren unversehrt, mit leisem Geschick,
den Abdruck jener flüchtigen Zärtlichkeit,
eine frische Erinnerung, eine süße Ungewissheit.
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