Die niemals geborene Farbe
Im Schweigen der Tinte wird eine Farbe geboren, die nicht existiert.
Sie hat keinen Namen und keine Grenze; hängt zwischen Seite und Wolke.
Es ist zögerliches Gedächtnis, ein Schatten, der sich nicht traut, Farbe zu nennen.
Es keimt zwischen Regentropfen, wenn alles zur Spiegelung wird.
Ein Versprechen, das man nicht kauft, ein Flüstern auf Papier.
Es vermischt sich mit dem Duft der Tinte und dem Geschmack des Wassers.
Zwischen Tinte und Regen wird ein Licht geboren, das schweigt.
Es erinnert sich an das, was nicht war, doch lebt in jedem Blick.
Wenn die Zeit die Blätter zerreißt, bleibt ein Fetzen Farbe zurück.
Eine Farbe ohne Namen, doch birgt eine Erinnerung.
Und wenn der Regen kehrt zurück, erwacht seine Geburt.
Vielleicht ist es nur ein Farben-Traum, doch Zuhause für die, die sich erinnern.