Die geheime Klassifikation der ausgesetzten Entschuldigungen
Wo enden die nie ausgesprochenen Entschuldigungen,
die gekaut und dann geschluckt wurden,
oder die dem abgelenkten Wind geflüstert,
ohne dass ein Ohr sie aufgenommen hätte?
Ein Archiv gibt es, sagen sie, ein Register
von stummen, unsichtbaren Blättern,
wo ätherische Hände, ohne Eile,
sie katalogisieren in nie geöffnete Akten.
Jedes ätherische Blatt, mit der Tinte des Ungesagten,
trägt das genaue Gewicht eines verwehrten „Es tut mir leid.“
Einige, rein und frisch, noch unversehrt,
erwarten vergeblich ihr letztes Schicksal.
Andere, zerknittert, mit einem Zeichen von Tränen,
haben jahrelang gereist, ohne Ziel und Hafen.
Sie sind Atome der Zeit, eingesperrter Atem,
ein Versprechen des Friedens, das kein Echo findet.
Und dort ruhen sie, in einer Ordnung, die nicht wankt,
ohne Stimme, und doch ein niemals verstummter Chor.
Sie bitten nicht um Vergebung, suchen keine Rache,
doch vibrieren ein Echo, leicht, in jeder Spalte.
Sie sind der feine Faden, der unbekannte Schatten,
der die Farbe eines beliebigen Tages wandelt,
das Ungesagte, das gräbt, langsam und tief,
der stumme Furche einer Abwesenheit, die stets bleibt.