Die unbewegte Warte des schlafenden Korns
Im dunklen Holzschubfach,
zwischen Fäden und verstreuten Erinnerungen,
liegt ein Korn, klein und rein,
unwissend von den grünen Zukünften.
Es schläft in einer Zeit ohne Maß,
ein Geheimnis, das noch nicht enthüllt,
ein Entwurf eines zukünftigen Lebens,
aus dunkler Wärme, nie erwacht.
Kein Kuss des Regens streift es,
noch Streichelein von Wind oder Sonne,
nur die stehende Luft, die verweilt
zwischen stillen Überresten und Worten.
Doch innen nistet sich eine Energie ein,
ein Flüstern von Wurzel und Stängel,
eine Kraft, die niemals nachlässt,
wie ein winziger, unversehrter Himmel.
Es ist ein Universum im schlafenden Gehäuse,
ein stummes Schicksal, nur in Potenzial,
die Erinnerung an ein unendliches Feld
und die Herausforderung jeder Latenz.
Eine Unterbrechung, ein langsamer Atemzug,
dessen grün sein könnte,
in seiner unbewegten und geduldigen Stille,
die niemals eilt noch verloren geht.