Die stille Spur des sich entziehenden Schattens
Der Schatten, Weberin der Wartezeiten, zieht langsam fort,
er hat kein Schritt und kein Rascheln, nur ein stummer Seufzer.
Auf die Wand getaucht vom Morgen, atmet eine Grenze dort,
wo Dunkelheit dem Licht weicht, niemals im Kampf verwehrt.
Er zeichnet Profile neu, enthüllt den Kratzer einer Zeit,
das trockne Blütenblatt, der Staub auf dem Architrav.
Jeder Zentimeter ist ein Fragment, ein flüchtiger Seit’
von jener klaren Wut, die voranschreitet, sanfter Glanz.
Er ist das Gegenteil von Eile, eine Uhr ohne Klang,
die misst das Unsichtbare, das Gewebe des Ungesehenen.
Ein zarter Abschiedsgruß, ein flüchtiger Thron,
den Tag zerlegt und dann neu baut, gemischt
aus Abwesenheit und Wiederkehr, im ewigen Geschenk
eines Werden, das niemals endet, kein Läuten kennt.