Grammatik des Schattens
Im kalten Zement keimt eine verborgene Grammatik,
die Schatten flüstern Verben zwischen Blei-Rissen;
jede Zeile ist eine Wurzel, die das Licht sucht,
jeder Atemzug markiert die Interpunktion der Dunkelheit.
Die Buchstaben werden zu Pflanzen, die Nacht ist ein ewiges Nomen,
der Regen webt Konjunktionen zwischen Wurzeln und Rohren;
fällt ein Wort, entsteht ein Blatt zwischen den Rissen,
und die Stadt lernt zu sprechen, die Grammatik schweigt nicht.