Der unsichtbare Pfad des Blicks
Der unsichtbare Pfad des Blicks
folgt keinem Stern, keinem Kompass am Himmel,
doch spannt er ätherische Brücken ohne Schleier,
zwischen einem Ich, das sieht, und dem andern, stillen Ziel.
Er ist nicht nur ein Blitz, ein geiziger Augenblick,
sondern eine stumme Reise, ein leiser Ruf.
Er senkt sich sanft, mehr als der langsame Hauch,
oder wird Pfeil ohne jeglichen Ton.
Und im Treffen ändert er seinen Meister,
er enthüllt das Herz, das stille Leid.
Ein gespannter Faden, zerbrechlich und gewaltig,
der knüpft oder löst jedes unsichtbare Geschenk.
Auch wenn er verweht, wie Spur im wachsamen Wind,
bleibt seine Parabel zurück, ein Zeichen in der Leere.
Es ist kein Gedächtnis, sondern ein stilles Gelöbnis,
das den Anderen neu formt, seinen Moment.
Ein klarer Widerhall, ein lebendiges Omen,
von jener Grenze, die stumm verwoben ward.