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Versisognanti

Das weiße Blatt

Die Nacht atmet ein weißes Blatt aus,
der Himmel ist ein Blatt, das mit dem Atem schlägt.
Die Paläste bleiben stumm, die Ohren offen,
die Dunkelheit notiert das Schweigen mit einem Regenfaden.
Jeder Laternenmast ist eine Licht-Raupe,
die langsam und akkurat durch die Straßen kriecht.
Eine Haut aus goldener Luft öffnet sich,
und wird ein Stern im Schlag der Dunkelheit.
Auf unsichtbaren Seiten zeichnen Schatten Konturen.
Der Atem malt winzige Zeichen des Windes.
Die Ränder werden Tore zu einem zähmenden Universum.
Jeder Augenblick ist eine leuchtende, ungeschriebene Zeile.
Und wenn die Nacht nachlässt, höre ich das Echo der Dämmerung.
Die Finger zittern, bereit, eine neue Linie zu schreiben.
Die Raupe hat aufgehört, das Licht zu saugen; nun ist sie ein lebendiger Stern.
Ich bleibe dort und bewahre diese verbleibende Metamorphose.

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