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Versisognanti

Wind zwischen den Seiten

Im Dachboden schläft ein vergessenes Buch,
Staub, der glitzert wie winzige Feuer.
Der vergilbte Einband birgt Geheimnisse,
die die Zeit nicht wagte zu schließen.
Ein Hauch streicht ihn und er wird zum Wind,
Die Seiten steigen auf, frei, grenzenlos.
Er trägt Geschichten, denen kein Ende gilt,
Worte, die zwischen Sagen und Nachher hängen.
Der Wind durchquert Höfe und Träume, nomadisch,
Schneidet wie ein Lichtklinge zwischen Rändern.
Unvollendete Erzählungen knüpfen sich woanders neu,
Echo von Enden, die nie ausgesprochen wurden.
So lebt das Buch, nicht geschlossen, sondern wandernd,
Wir folgen ihm, geführt vom Hauch.
Die Ereignisse bleiben offen, wie unbedachte Sterne,
Bis der Wind sie auf die Handfläche der Welt trägt.

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