Mond in Flucht
Der Mond schnürt sich die Schuhe zu, glänzend und edel.
Die Karten der Nacht entrollen namenlose Wege.
Dann geht es fort und lässt einen breiten silbernen Atem zurück.
Es rennt vorbei an erloschenen Laternen und Schattenschritten.
Jeder Stern wird ein Pfeil, der vorwärts drängt.
Die Zeit stolpert, und die Nacht hält den Atem an.
Die Karten versuchen, sie mit Regenfäden festzuhalten.
Der Mond schnürt die Sekunden an den Waden zu, eilig.
Die Stadt bleibt und schaut zu, während die Konturen verschwimmen.
Endlich biegt die Bahn in eine Windkurve ab.
Es gibt keinen Pfad, der sie zähmen kann, außer silberner Freiheit.
Und die Dunkelheit, mit geschlossenem Mund, applaudiert ihrem Lauf.