Leinensseele im Wind
Ausgebreitet Wäsche, ein heller Morgen,
Leinen und Baumwolle, rein und weiß.
Hängen sie im Warten, ein leiser Ruf,
Zwischen gespannten Fäden und sicheren Mauern.
Dann kommt der Hauch, ein unsichtbarer Freund,
und jede Faser erwacht, zittert und bläst.
Kein mehr träges Gewicht, sondern alt
ein rundes Pulsieren, das den Himmel erfrischt.
Ein stummer Walzer, ein langsames Schweben,
Zwischen Sonnenknoten und ziehenden Schatten.
Jede Falte eine Geschichte, jede Bewegung
ein leichter Atemzug, der die Erinnerung trägt.