Die Kartografie des Spinnennetzes
Auf gespannten Fäden, ein unsichtbarer Architekt
zeichnet Luftkarten, ohne Leinwandgrenzen.
Jede Verzweigung, ein Knoten, ein empfindlicher Punkt,
wo der Tau-Morgen sich enthüllt.
Nicht unbekannte Länder, sondern des Windes Pfad,
die langsamen Bahnen abgelenkter Insekten.
Ein vibrierendes Atlas, ein zerbrechliches Instrument,
das Raum in präzisen Pulsen misst.
Hier die Koordinaten eines leichten Zitterns,
dort das stumme Echo eines abgeschlossenen Fluges.
Das Gewebe erzählt von seiner flüchtigen Reise,
ein textiler Kosmos, dann aufgelöst und verloren.