Zum Hauptinhalt springen
Versisognanti

Die geschmolzene Seele der Reflexion

Es ist kein glatter Rand, wo die Welt dahinfließt,
sondern ein blinder Kern, der den Blick absorbiert.
Jedes Profil, jede Schuppe, die Zeit verstreicht,
im Glas sich verschmilzt, ein Juwel unvorherseht.

Es hat eine Schwere, eine stille Dicke,
dieses Bild ohne Fleisch und Namen.
Je tiefer es scheint, desto lebendiger die Farbe,
des wahren Objekts, das es schafft und vollendet.

Und vielleicht ist dies der Ort, wo die Form ewig wird,
auf seiner Kehrseite, ohne Anfang und Ende,
eine dichte Substanz, fast brüderlich,
gefangen jenseits der echten Falten.

Weitere Gedichte