Der Traum des Schattens ohne Form
Geboren aus einer Sonne, die Grenzen zeichnet,
ein stummer Schleier, treu den Formen.
Der Schatten, Begleiter an deinem Schritt gefangen,
verlangt keinen Raum, webt keine Reformen.
Doch gibt es einen Augenblick, zwischen Dämmerung und Halbdunkel,
wenn Fasern die Konturen entwirren,
und das Schwarze von seinem müden Joch gleitet fort,
ein freier Hauch, jenseits deiner Rückkehr.
Dann tanzt ein Walzer ohne Körper,
auf ätherischen Ebenen reiner Abwesenheit,
erfindet Himmel ohne jegliche Stütze,
genährt nur durch sein eigenes Wesen.
Dann gewinnt das Licht seinen Eid zurück,
und der Schatten kehrt, Gestalt und Band.
Doch trägt er eingegraben ein stummes Gefühl:
das eines Traumes gewesen zu sein, jenseits seines Rufes.