Das Singen in der Stille
Zwischen erloschenen Neon atmet die Nacht, leicht und dicht.
Die Stille wird ein Notensystem, und die Zeit hält den Atem an.
Musik wächst langsam durch Risse des fehlenden Lichts.
Die Schatten lernen zu singen, ohne Stimme, doch mit Erinnerung.
Die Ecken der Stadt strecken eine Hand zum Chor aus.
Jeder Schritt wird zu einer Note, jedes Flüstern ein dezenter Akkord.
Wenn der Morgen das Glas streift, bleibt der Gesang wie ein Versprechen.
Und die Nacht hinterlässt eine Melodie, die nicht schweigt.