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Versisognanti

Zeit zwischen Rissen

Die Zeit atmet durch die Ritzen der Paläste,
ein warmer Hauch zwischen Ziegeln, vom Zeitenlauf gezeichnet.
Die Fassaden notieren Stunden mit winzigen Tränen,
und die Nacht hält den Atem an für das, was bleibt.
Sie sät Tau auf die Hände der Erinnerung,
Tautropfen von Reif, die am Berühren des Morgens zittern.
Jeder Fußabdruck wird zu einem Durst nach Licht,
und die Erinnerung knüpft Fäden von gestern.
Die Risse öffnen Blickwinkel, wo das Wasser singt,
ein Echo des Abends spiegelt sich im Hof.
Auf dem Samt der Zeit, Schritte von Mädchen und Männern,
und die Luft bleibt hängend zwischen Versprechen und Stille.
Und die Zeit, neugierig, sät noch immer Tau.
Auf den Händen der Erinnerung wächst eine kleine Wiese.
Vielleicht ist es so, zu atmen, die Gegenwart zu wohnen,
bis der Morgen wieder zwischen den Ritzen erwacht.

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