Wasserspuren
Die Zeit verliert ihre Spuren am Rand des Glases,
tropft Stille, die zu Erinnerung wird.
Jeder Kreis auf dem Wasser ist ein verblasstes Versprechen,
eine ungelebte Zukunft, ein Verblassen des Bildes.
Die Hand hebt einen Schluck, und das Wasser erzählt abwesende Szenen,
Gesichter, nur in Träumen getroffen, Straßen, die zittern.
Die Zeit prägt Atemzüge in winzigen Spritzern ein,
und wir hören die Ruhe des Morgens, das niemals kommen wird.
Wenn das Glas leer bleibt, bleibt die Gegenwart flüssig,
dünne Kreise, Karten, am Grund zurückgelassen.
Wir erinnern uns an das, was nicht geschah und vielleicht nie sein wird,
und der Durst bleibt, jenseits des Segels des Wassers zu blicken.