Unsichtbares Pochen
Auf einem staubigen Regal verharrt
das unsichtbare Pochen eines vergessenen Radios,
das zwischen den erloschenen Drähten der Wellen pulsiert.
Es sendet verlorene Träume der Stadt,
die Schaufenster, das niemals schließt,
die verlassene Haltestelle, die noch wartet.
Jede Frequenz gibt zurück verblasste Gesichter und Versprechen,
ein Chor von Fahrrädern, stolpernden Uhren,
ein aufgeschobener Kuss, der in der Luft bleibt.
Wenn man lange zuhört, antwortet das Radio,
mit einem Atemzug aus Eisen und Seide,
und die Stadt findet ihre verlorenen Träume wieder.