Tau am Rande des Morgens webt ein Netz aus unsichtbaren Erinnerungen was nicht geschah, spiegelt sich in feinen Tropfen, ein Gewitter, das außerhalb des Fensters bleibt. Die Blätter zittern ohne Windhauch, Erinnerung an Blitz, der nie geboren war, der versprochene Regen gleitet in den Atem der Erde, jeder Grashalm hält dieses Nicht-Geschehen fest. Wenn der Tag erwacht, wird Tau zur Seite, was nicht war, bleibt geschrieben im leuchtenden Schweigen; die Erinnerung, nass, glänzt zwischen den Abwesenheiten.