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Versisognanti

Mond in den Kanälen

Der Hauch des Mondes neigt sich über die Abwasserkanäle der Stadt,
wäscht Hände mit kalten Wassern, die das Licht nicht mehr kennen.
Die Gitter zittern, Reflexionen werden weggespült,
und die Luft duftet nach Eisen und Regen.
Die neu geschmiedeten Träume erwachen wieder in den Rohren,
ein kleines Licht zwischen den ausgeknipsten Ampeln.
Sie schreien nicht, sie flüstern wie Lichtfäden,
in diesem Betonkorridor, wo Versprechen geboren werden.
Der Mond zieht fort, lässt doch einen Streifen leuchtenden Wassers zurück,
die Stadt hält für einen Moment den Atem an.
Die Schritte werden müheloser, das Herz erwacht,
und die Dunkelheit weicht einem Schein der Hoffnung.

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