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Versisognanti

Glasalphabet

Die Stadt flüstert Glasalphabete
den Fingern der Pflanzen, die aus Rissen sprießen
des kalten Zements, wo die Zeit schweigt
und das Echo zwischen Lichtfäden hält an.
Die Blätter strecken dünne Finger aus, lernen die Zeichen
auf Putz und an den Rändern des Spaltes, wo der Regen schweigt.
Die transparenten Zeichen klingeln im Hauch des Windes
und verwandeln das Wachstum in eine Schrift des Atems.
Jeder Buchstabe ist ein Eiszapfen, der die Rinde streift
Der Zement hält den Atem an, neugierig.
Die Wurzeln folgen Lichtquellen, sammeln Worte
Das Flüstern wird zu Karte, Spur unterirdischer Pfade.
So lernt die Stadt, mit pflanzlicher Stimme zu sprechen
Wir schauen zu, Leser der Risse.
Eine neue Glasalphabetisierung nimmt Gestalt an
zwischen den Fingern der Pflanzen, zwischen Spalte und Himmel.

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