Feuchte Karte
Der Regen zeichnet die Karte auf die Steine des vergessenen Bahnhofs,
feine Linien, die zwischen Rissen und Flechten glänzen.
Jeder Tropfen ist ein Punkt, jede Reflexion eine Richtung,
und die Zeit verharrt zwischen rostigen Gleisen.
Verlangen folgt diesen unsichtbaren Linien,
ein geheimer Halt, wo das Echo nur dein Name ist.
Die Wasserpfeile deuten auf ein mögliches Treffen,
zwischen abgeplatzten Schildern und deinem verbliebenen Fußabdruck.
Wenn der Regen verstummt, bleibt die Karte nass und zerbrechlich,
eingraviert im Basalt wie ein flüchtiges Versprechen.
Der Bahnhof schläft, doch das Verlangen findet immer noch seinen Weg,
bereit, auf den ersten Zug des Morgengrauens zu steigen.