Die Flüchtige Geometrie des Duftes
Keine gezeichneten Linien, keine schreiennden Winkel
auf den stummen Karten einer schlummernden Luft,
sondern ein feines Muster, das niemals sich begrenzt,
eine Architektur ohne Gewicht und unendlich.
Vom Bernstein zum Jasmin, jede Essenz gemeißelt
formt die Abwesenheit, füllt den Atemzug,
eine unsichtbare Welle, nie besiegt,
die schweigt, obwohl sie ein klarer Seufzer ist.
Ohne Gewicht ihre Kurven, ohne Schatten ihr Plan,
schwebt das Flüchtige, ein flüchtiger Abdruck
der sich ausbreitet und auflöst zwischen heute und morgen,
eine Duftgleichung, die die Zeit nicht schweigen lässt.
Es ist die Stille der Poren, die die Kunst empfangen,
eines aromatischen Schattens, ein seltenes Kodex,
das im Wind tanzt, Teil jedes Raumes ist,
ein verstreutes Theorem, ein unklares Rätsel.