Die Bank-Schiff
Die Bank ist kein Sitz, sie ist ein Schiff aus Atem.
Die Bretter atmen im Takt des Regens, bereit zum Anlegen.
Sie gleitet zwischen den Pfählen und lenkt Schritte zu unsichtbaren Gewässern.
Der spiegelnde Horizont ist eine zitternde Erinnerung.
Das Ruder ist ein Atemzug, du drehst es, um zurückzukehren.
Die Tropfen machen Segel und flüstern, was du vergessen hast.
Sie durchquert stille Regengewässer, wo verlorene Erinnerungen Ufer suchen.
Jedes Segel ist eine Frage, die offen bleibt.
Der Motor ist still, doch wach lauscht er den aufsteigenden Schweigen.
Namen und Orte kehren wie kleine Sterne auf die Wolkenkarte zurück.
Die Lichter der Straßenlaternen werden Leuchttürme an inneren Häfen.
Die Vergangenheit richtet sich am Ruder aus, bereit zum Wiederstart.
Wenn der Regen schweigt, hält das Bank-Schiff am Rande des Herzens an.
Neue Häfen öffnen sich dort, wo einst nur Wind war.
Du startest leicht, mit einer gerade geborenen Erinnerung zwischen den Fingern.
So wird die Reise zu einem inneren Meer, einer äußeren Geschichte.