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Versisognanti

Der unterirdische Traum des Samens

Im braunen Gehäuse, unter Schleier grau,
ignoriert der Wind, die Zeit, die bricht.
Ein kleines Universum, noch rein und blau,
weiß nicht von Regen, oder Sonnenglanzlicht.
Es wartet stumm auf einen tiefen Schlag,
sein Schicksal verborgen vor dem Tag.

Kein Atemzug noch Klagen, kein Seufzer kaum,
doch tief erwacht ein zartes Zittern dort.
Ein altes Gedächtnis, ein leiser Traum,
die grüne Karte eines neuen Wort.
Es ruht verborgen in der dichten Stille,
mit einem geheimen Schlagen, das so will.

Und ehe die Faser sich entfaltet nun,
ehe der Stängel aus dem Gefängnis bricht,
entkleidet es eine Kraft, die noch gespunn,
von jeder Angst, ohne jegliches Licht.
So wartet Leben in der feuchten Nacht,
auf den Strahl, auf seinen kühnen Lauf gemacht.

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