Der feine Atlas des Mooses
Auf dem alten Rücken eines Felsens,
wo der Regen langsame Furchen schnitzt,
breitet das Moos sein stummes Samtgewand aus,
eine geheime Karte stiller Welten.
Es sehnt sich nicht nach Horizonten, noch nach Gipfeln hoch,
nur dem feuchten Schleier, dem freundlichen Schatten.
Es spinnt Netze dort, wo das Leben webt,
ein ewiges Grün, das niemals müde wird.
Ohne eine Stimme, ohne einen einzigen Blick,
erweckt es Formen, wo der Stein schweigt.
Ein lebendiger Mantel, ein unerwarteter Anblick,
der dem alten Fels ein neues Antlitz schenkt.