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Versisognanti

Das unvorhergesehene Gewicht der Horizontlinie

Dünn, doch ein unsichtbares Hindernis,
die Linie, die Himmel und Meer verbindet,
ein gespanntes Band, klar und empfindlich,
das jeden Blick in sich verführt.

Doch leer ist dieses leichte Zeichen nicht,
noch reine Abwesenheit, was es birgt:
es ist ein altes Gewicht, eine Last der Gedanken,
von Tagen, die nie lebten und nackte Erwartung.

Es birgt die Reise, die niemals begonnen ward,
die Segel, die sich nie erhoben,
das Schweigen eines aufgehängten Horizonts,
wo unergriffene Träume und Kummer wohnen.

Und wenn du sie im Abend oder Morgen siehst,
ist es kein Grenzort, sondern ein Schleier:
ihre Schwere, eine uralte Leiche,
von allem, was wir verweigert haben.

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