Zum Hauptinhalt springen
Versisognanti

Das gefangene Licht

Auf altem Tuch, Staub und Erinnerung,
Ein Stich von Träumen, die nun verblasst sind,
Wo das Licht einst war ein lebend’ger Klang,
Nun sich verbirgt in den Falten der Fäden.
Zwischen verblichener Seide und Gold, das dunkler ward,
Jedes Blütenblatt, Blatt, dicht gewebt,
Ein Schein so matt, fast verloren gegangen,
Der beim Berühren eine Melancholie enthüllt.
Die alten Hände mit geduldiger Wartezeit,
Webten Geschichten in lebendigen Farben,
Doch die Sonne von gestern, ohne Verteidigung,
Bleibt Gefangener zwischen ihren Mustern.
Ein Schleier aus Schatten verhüllt den Prunk,
Das flücht’ge Licht, kaum ein Atemzug,
Schläft in den Knoten, eine stille Essenz,
Stummer Zeuge einer verblassten Zeit.

Weitere Gedichte