Atem zwischen den Rissen
Eine alte Karte liegt gefaltet von der Zeit,
Staub, der die Grenzen der Welt verblassen lässt.
Der Atem des Lichts sickert zwischen den Linien ein,
und die Risse öffnen sich, Tore zu einem abgestorbenen Meer.
Jeder Schnitt schmeckt nach Salz und unausgesprochenen Versprechen,
Routenlinien zittern, ohne Unterschrift und ohne Zeit.
In den Falten flüstern Stimmen des Horizonts,
Geschichten, die nie geschrieben wurden und in der Morgenröte glänzen.
Die Karte atmet, verflocht Vergangenheit und Gegenwart,
das Licht erzählt Routen, die nicht in den Notizbüchern sind.
Wir lauschen im Schweigen dem Atem der Routen,
und die Welt nimmt Gestalt zwischen unseren Fingern an.