Stilles Radio
Der Wald flüstert durch ein stummes Funkgerät.
Die Antennen verlieren die Stimme, doch sammeln das Echo der Zeit.
Vergessene Dinge verharren im Zuhören, suchen nach Klang.
Blätter sind Mikrofon für Schlüssel- und Münzgeheimnis.
Ein verrosteter Schlüssel schlägt den Takt auf die Wurzeln.
Ein altes Tagebuch seufzt zwischen Papier und Schlamm.
Ein kalter Knopf drückt auf das Fehlen der Erinnerung.
Ein Hut ohne Kopf sucht sein Wort zwischen den Zweigen.
Die vergessene Uhr markiert die Stunden fehlender Szenen.
Das Flüstern steigt empor, bis das Radio seinen Atem wiederfindet.
Die Dinge bekommen eine Stimme, nicht mehr Stille, sondern einen Namen.
Und der Wald gibt ihnen glücklich an die vergehende Zeit zurück.