Inneres Glas
Ein kalter Hauch, eine unsichtbare Hand,
malt ihre Kunst auf das innere Glas.
Nicht das Fenster einer empfindsamen Welt,
sondern wo die Seele ihre Träume birgt.
Hier erscheint die Kalligraphie des Frostes,
verzweigt, zerbrechlich und stumm.
Eisspitze, wie ein seltes Geheimnis,
arkanes Muster für ein tiefes Herz.
Jede Arabeske, eine tiefe Erinnerung,
ein Hoffen, das die Zeit nicht löschte.
Eine stumme Sprache einer fremden Welt,
Ängste und Träume, die der Frost schrieb.
Dann löst die scheue Sonne den Zauber,
doch tilgt sie nicht das wahre Bild.
Auf dem Fenster der Seele, sein Verweinen,
lässt einen Eindruck, der im Herzen bleibt.