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Versisognanti

Erläuterung: Datenschutzrichtlinie

Dieser Text, scheinbar nur ein bürokratisches Instrument der rechtlichen Konformität, übersteigt seine utilitaristische Funktion und entpuppt sich als faszinierliches und beunruhigendes literarisches Artefakt des 21. Jahrhunderts. Er ist keine Poesie im traditionellen Sinne – er spielt nicht mit Rhythmus oder evokativer Bildsprache –, sondern fungiert vielmehr als performativer Text, der den gegenwärtigen digitalen Gesellschaftsvertrag dokumentiert und institutionalisiert: den unsichtbaren Tausch unserer Intimität gegen Zugang zu einem virtuellen Raum.

Der Titel selbst, „Privacy Policy“, ist ein rhetorisches Paradoxon. Er suggeriert den Schutz von etwas Heiligem (der Privatsphäre) durch das Mittel, das der Heiligkeit am stärksten entgegengesetzt ist: die Vertragsklausel und die akribische Auflistung der Vulnerabilitäten. Das Werk nimmt somit die Form eines „Manuskripts des erzwungenen Konsenses“ an.

Bei der Analyse der Struktur fällt sofort ein Gefühl sprachlicher Schichtung auf, das seine wahre Funktion verschleiert. Die Sprache ist übermäßig didaktisch, fast apologetisch: Jeder Abschnitt informiert nicht nur, sondern rechtfertigt die Handlung der Überwachung. Begriffe wie „um die automatische Erkennung von Spam zu erleichtern“ oder „zu deinem Komfort“ dienen als rhetorische Schleier, die den zugrunde liegenden Mechanismus verbergen: die systematische Sammlung von

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