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Versisognanti

Die Vergessenheit des gewagten Vergleichs

Wenn ein Vergleich, frisch und nie gehört,
den Schleier dessen zerrißt, was schon war,
ist es ein Blitz, der einen Pfad erzeugt, so neu,
in der Dunkelheit eines unvollendeten Gedankens.
Eine Brücke über den unbekannten Abgrund geworfen,
ein Fluss, der sein Mündung ändert,
ein vibrierendes Lied, ein tiefer Atemzug,
der die Seele mit einer neuen Stimme erschüttert.

Doch die Zeit, stiller Weber alter Gewohnheiten,
schärft seine Kanten ab, glättet das Umfeld.
Von tausend Lippen betreten, wechselt es sein Kleid,
verliert den Schein, der einst sein Glanz war.
Nicht mehr ein Horizont, sondern ein ausgetretener Weg,
nicht mehr ein Wunder, sondern bloßes Gesetz.
Der Mut stumpft ab, die Überraschung ist stumm,
und sein ursprüngliches Feuer erlischt.

Nun liegt es da, ein Wort wie tausend andere,
im Lexikon der toten Sprache.
Seine alte Kraft, nun fern und weit,
ein Flüstern hinter jeder Tür.
Vergisst den Widerhall seines ersten Schreiens,
verschluckt im Strudel des Alltagsgebrauchs.
Nur ein vager Schatten von seinem prächtigen Nest,
unter dem erloschenen Mond jedes Herbstes.

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