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Versisognanti

Die Kalligraphie der Zeit auf dem Stein

Die Zeit, ein Bildhauer ohne Hand,
meißelt nicht, glättet nicht eilig,
doch auf Granit, langsam und arkan,
zeichnet sie ihre geheime Schrift.
Kein Tinte ist das Zeichen, das sich breitet,
sondern ein Gemurmel, das die Gipfel erfüllt.

Es ist der Wind, ein Hauch alter Zärtlichkeit,
der Sandkörner im Tanz trägt mit sich,
und das Wasser, geduldig und bittend,
das Tropfen für Tropfen jeden Fels erodiert.
Dann der Frost, der bricht, in leisem Getöse,
und enthüllt das Herz des Blocks, so tief.

So entsteht Schicht um Schicht eine Geschichte,
von alten Wolken und erloschenen Sonnen,
eine geheime Karte, die sich erhebt
aus den Stille der schlafenden Jahrtausende.
Jede Falte, eine geschnitzte Erinnerung,
ein stummer Vers, der aus dem Grund blüht.

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