Die Grammatik der Halbschatten
Nicht die Abwesenheit, die Sonne verneint,
noch bloße Grenze zwischen Licht und Nacht.
Es ist die Form, die Zeit gezeichnet scheint,
ein Muster in stetem Zustand gebracht.
Auf Konturen, die der Tag formt und hält,
dehnt es sich aus, biegt sich, bricht schnell.
Ohne Gewicht, eine Gestalt, die entweicht,
die neue Grenzen macht, ungreifbar, hell.
Kein Wille führt es oder treibt es voran,
es kennt kein Streben und keine Hast.
Nur der Gang der Sonne färbt es an,
ein Gewebe, das der Strahl verfasst.