Der gezeichnete Seufzer des Kommas
Ich bin ein kurzer Hauch, eine stumme Locke,
ein Schatten, der zwischen Silben und Sinn tanzt.
Ich habe keine Stimme, doch halte ich den Trichter
von Worten, die in einem riesigen
Fluss strömen. Meine Kurve, eine verborgene Pause,
ein winziger Haken in der fließenden Zeit.
Ich reguliere den Schritt, ich teile die Rast,
zwischen Idee und Idee, wie aufsteigendes Wasser.
Einen Augenblick vor dem Klang verloren geht,
bin ich das Ticken einer sanften Wartezeit,
das feine Gewebe, das knüpft und verstreut
den Faden des Redens, ein kindliches Ritual
der Ordnung, das sich zeigt und verbirgt.
Ich beobachte die Sätze, den Geist, der verhüllt
und enthüllt Gedanken, Konzepte, Zeichnungen.
Ich bin nicht der Punkt, der hält und versiegelt,
noch das Fragezeichen, das sucht und lehrt.
Ich bin die schwebende Brücke, die leichte Rast,
der unversehrte Schlag zwischen Sagen und Verstehen.