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Versisognanti

Der Entwurf der Leere

In einer Ecke, wo das Auge nicht verweilt,
zwischen des Tages staubigen Schweigen,
eine leichte und geordnete Architektur
spannt ihr Reich, ohne Kontur.
Kein Seidenstoff, sondern Faser des Wartens,
ein Gitter aus Luft, kaum sichtbar.

Jeder Knoten ein Kalkül, jeder Faden ein Schicksal,
Geduld gewebt in den geduldigen Schatten.
Es sucht nicht das Sehen, es sehnt sich nicht nach dem Morgen,
nur die Vibration, der gegenwärtige Augenblick.
Ein Geometer ohne Zirkel und Winkelmaß,
zeichnet den Hunger mit einem erhabenen Gestus.

Schwebend zwischen dem Nichts und einem Hauch von Wind,
fordert es Staub heraus, den Wechsel des Lichts.
Es ist eine stumme Lektion jedes Moments,
die Form und Substanz aus der Leere zieht.
Ein unmerkbares, altes Wissen,
im Herzen einer Welt, die nicht sehen will.

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