Die Leere zwischen den Maschen
Im dichten Gewebe, wo Faser auf Faser trifft,
die Nadel webt nicht, und der Faden schwingt nicht
wegen dessen, was fehlt, doch alles hält:
die listige Leere, die sich nicht halten will.
Ein Atemzug Luft, eine exakte Lücke,
die das ganze Muster sanft zusammenfügt.
In diesen Abwesenheiten, unsichtbar und leicht,
findet der Leib den Weg zu wollen
die klare Frische, das nicht-entgegengesetzte Gewicht,
ein Schleier der Freiheit, nie ganz erfasst.
Es ist kein Schweigen, kein tiefes Vergessen,
sondern der Punkt genau, der die Welt trägt.
Ohne dieses Nichts wäre jeder Stoff
ein stummer Block, den die Hitze quält
ohne einen Hauch, eine Grenze zu geben.
Dort lebt seine wahre Begrenzung,
in dem weiten Geschenk, offen für den Wind,
eine unerwartete Architektur des Sinns.