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Versisognanti

Die Kartografie des Abwesenden Duftes

Ein Hauch, eine Brücke ohne Pfeiler,
die sich spannt zwischen Erinnerung und stiller Luft.
Sie hat kein Farbenbild, kein Ufer, keine Bänder,
die sie in bekannte Formen binden könnten.
Doch sie webt Muster, ohne Faden,
und zeichnet Räume, wo einst ein Lächeln war.

Es ist ein unsichtbarer Geograf, der zeichnet
Pfad aus Schatten, Alleen einer vergangenen Zeit,
die innere Karte eines alten Gesichts
oder des ersten gestohlenen Kusses, nie vergessen.
Eine flüchtige Kathedrale erhebt sich
aus einem Duft von Tee, von Regen oder einem Windstoß.

Es fragt nicht um Erlaubnis, tritt ein und verweht,
doch hinterlässt es einen kühnen Abdruck.
Seine Architektur baut das Herz auf,
solider als Stein, mehr als Leben.
Ein Alphabet ohne Tinte, ein stummes Lied,
von einer achtsamen Nase, für einen Moment, erfasst und vollendet.

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